Jede E-Mail des Widerrufsablaufs trägt am Ende einen Rechtshinweis: den Satz, der angibt, gemäß welcher Norm Ihre Kundschaft ihr Recht ausübt. Bisher stand dieser Satz nur in der HTML-Version der E-Mail. Ab heute steht er auch in der reinen Textversion.
Warum das zählt
Jede Transaktions-E-Mail wird in zwei Versionen zugleich verschickt: einer formatierten (HTML) und einer reinen Textversion. Das E-Mail-Programm der Empfängerin oder des Empfängers entscheidet, welche angezeigt wird – und das ist nicht immer HTML: manche Programme laufen im Textmodus, Unternehmensfilter entfernen die Formatierung, und barrierefreie Vorleseprogramme bevorzugen oft den reinen Text.
Wer die Textversion sah, bekam die vollständige Bestätigung —Kennung, Bestellung, Fristen—, aber ohne den Hinweis auf die Norm. Jetzt sagen beide Versionen dasselbe.
Welche E-Mails betroffen sind
Die des rechtlichen Ablaufs, denn nur sie treffen diese Aussage:
- Die Eingangsbestätigung des Widerrufs, die in unter 60 Sekunden mit dem PDF rausgeht.
- Die Status-E-Mails einer Widerrufsanfrage: genehmigt, eingegangen, erstattet und abgelehnt.
Die E-Mails des kommerziellen Ablaufs (eine Rückgabe oder ein Umtausch nach Ihrer eigenen Richtlinie) enthalten keinen Rechtshinweis und bleiben unverändert: Sie berufen sich nicht auf das Widerrufsrecht und nennen deshalb keine Norm.
Genannt wird weiterhin die Norm Ihres Shops
Was genannt wird, ändert sich nicht – nur wo es erscheint. Die Angabe stammt weiterhin aus der returnEasier-Matrix aus Sprache × Rechtsraum: die Sprache, in der Sie mit Ihrer Kundschaft sprechen, und die Rechtsgrundlage des Landes Ihres Shops —Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien, Portugal oder die europäische Grundlage— sind zwei unabhängige Dinge. Ein deutscher Shop mit englischem Portal nennt § 356a BGB auf Englisch.
Sprache für Sprache geprüft
Zusammen mit der Korrektur haben wir einen automatischen Test ergänzt, der die 42 Kombinationen aus 7 Sprachen und 6 Rechtsgrundlagen über alle Oberflächen des rechtlichen Ablaufs festschreibt: beide E-Mails, das PDF der Bestätigung und die drei Portalseiten. Er prüft, dass die Angabe die richtige ist, dass sich keine Kennung eines anderen Landes einschleicht, dass die genannte Frist 14 Tage beträgt und dass der Satz beide Versionen der E-Mail erreicht.
Ein Sicherheitsnetz gegen das übliche Risiko: dass eine Textänderung nebenbei eine rechtliche Aussage mitnimmt.
Was Sie tun müssen
Nichts. Es ist bereits in allen Tarifen und in allen 7 Sprachen aktiv. Wenn Sie nachlesen möchten, welche E-Mails returnEasier wann versendet, finden Sie die Details im Hilfecenter.